BUND analysiert Hafenzahlen: Fördermittel in den Elbesand gesetzt

BUND analysiert Hafenzahlen: Fördermittel in den Elbesand gesetzt

8. Februar 2012 | BUND Elbeprojekt

Die Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO) versucht die Elbe als „bedeutenden Hinterlandsverkehrsweg“ für den Seehafen Hamburg zu verkaufen. Doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache.

Trotz Millionen an öffentlichen Fördermitteln, die in den letzten Jahren in die Häfen investiert wurden, sinkt der Umschlag vom und auf das Schiff in den sächsischen Häfen. In der Jahrespressemitteilung über das Jahr 2011 stellt die Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO) nicht repräsentative und nicht nachvollziehbare Schwankungen als Erfolg für die Güterschifffahrt auf der Elbe dar. So wird von einem Zuwachs beim Schiffsumschlag im Hafen Decin berichtet, der um 21 % deutlich gestiegen sei.

Damit soll vermutlich die Bedeutung der Schifffahrt hervorgehoben werden. Doch wird die Öffentlichkeit an der Nase herumgeführt, denn Fakt ist, dass der Umschlag vom Schiff in den beiden tschechischen Häfen – Decin und Lovosice seit Jahren kontinuierlich sinkt (siehe Grafik CSP, Quelle: SBO). So auch im letzten Jahr. Die Schiene hingegen hat kontinuierliche Zuwächse zu verzeichnen. Ein ähnliches Bild ergibt sich in den sächsischen Häfen. Der Umschlag ging auch 2011 zurück. (siehe Grafik SBO, Quelle: SBO)

Nicht nur Niedrigwasser, auch Hochwasser und – wie zur Zeit – Eisgang verhindern zuverlässige und planbare Transporte auf der Elbe. Die Zahlen bestätigen: Dieser noch relativ naturnahe Fluss eignet sich daher nicht als zuverlässige Hinterlandanbindung für den Hamburger Hafen. Die Stärke der Elbe für Sachsen ist das einzigartige Naturerbe.

Rückfragen: Iris Brunar, Tel.: 0340-850 7978, mobil: 0178-163 0204

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