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Autor: MK

Erster Zwischenschritt liegt vor – Konflikt zwischen Ökologie und Wasserstraße noch nicht gelöst

Erster Zwischenschritt liegt vor – Konflikt zwischen Ökologie und Wasserstraße noch nicht gelöst

Gesamtkonzept Elbe:
Erster Zwischenschritt liegt vor – Konflikt zwischen Ökologie und Wasserstraße noch nicht gelöst

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Schilfschneise ruft Entsetzen hervor – Unterhaltungsverband führt Böschungsmahd am Steckbyer Auegraben durch

Schilfschneise ruft Entsetzen hervor – Unterhaltungsverband führt Böschungsmahd am Steckbyer Auegraben durch

Volksstimme | 28. Dezember 2016

Schilfschneise ruft Entsetzen hervor – Unterhaltungsverband führt Böschungsmahd am Steckbyer Auegraben durch – Ausmaß empört

Hier geht’s zum Artikel: http://www.volksstimme.de/lokal/zerbst/biotop-schilfschneise-ruft-entsetzen-hervor

Schauten sich gemeinsam das Ausmaß der Böschungsmahd am Steckbyer Auegraben an (v.l.): Matthias Keller, Naturschutzbeauftagter des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, Ernst Paul Dörfler, Autor und Umweltschützer, Grünenpolitikerin Ulrike von Thadden und Wolfgang Aldag, umweltpolitischer Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion. Foto: Daniela Apel
Wolfgang Aldag läuft durch den mannshohen Auegraben, der unweit der Elbe völlig ausgetrocknet ist. Foto: Daniela Apel
Umweltschutzorganisationen sehen im Ausbau der Elbe keine Option!

Umweltschutzorganisationen sehen im Ausbau der Elbe keine Option!

BUND – NABU – WWF – Bürgerinitive Pro Elbe

Gemeinsame Pressemitteilung
Berlin / Prignitz, 1. Dezember 2016

Elbeausbau
Umweltschutzorganisationen sehen im Ausbau der Elbe keine Option!

Im der Tageszeitung „Prignitzer“ vom 30. November 2016 kündigt Bundestagsabgeordnete und Sprecherin der SPD Elbe-Gruppe Dagmar Ziegler eine Entscheidung über den Elbausbau an. Zudem  wird behauptet, dass die Umweltorganisationen inzwischen Vorteile eines Ausbaus erkennen würden.

„Keine der Umweltorganisationen, die in beratender Funktion an den Gesprächen zum Gesamtkonzept Elbe teilnehmen, hat sich für einen Ausbau im Sinne einer Vertiefung der Elbe ausgesprochen. Dies haben wir in einem Gespräch mit Frau Ziegler und anderen Bundestagsabgeordneten der SPD sowie CDU sehr deutlich gemacht“, klären die Umweltorganisationen BUND, NABU, WWF und die Bürgerinitiative Pro Elbe auf.

Die Priorität sehen die Umweltorganisationen darin, dass die schädliche Eintiefung der Flusssohle gestoppt und rückgängig gemacht werden muss. Nur so kann die zunehmende Austrocknung der Elbauen aufgehalten werden. Selbstverständlich müssen ebenso die gesetzlichen Vorgaben an der Elbe umgesetzt werden. Dazu gehört insbesondere die Aufwertung der Lebensraum-Strukturen im Flussbett und an den Flussufern, um den ökologischen Zustand gemäß Wasserrahmenrichtlinie zu erhalten und zu verbessern.

„Über die laufenden Gespräche zum Gesamtkonzept Elbe wurde Stillschweigen vereinbart und wir gehen davon aus, dass sich alle Teilnehmenden daran halten. Da Frau Ziegler nicht an diesen Runden beteiligt ist, kann sie den Stand der Verhandlungen nicht kennen“, stellen die Umweltorganisationen mit Verwunderung fest. „Wir versuchen seit Jahren ernsthaft im Dialog mit Behörden und Verbänden einen Lösungsweg für die Elbe zu finden – unabhängig von politischen Konstellationen. Wir fordern die Politik auf, keine Entscheidungen vorweg zu nehmen! Zu diesem Zeitpunkt mit irreführenden Verlautbarungen Druck auszuüben ist kontraproduktiv.“

Ebbe in der Elbe auch 2016 - Drei Monate lang lag die Güterschifffahrt total am Boden
Ebbe in der Elbe auch 2016 – Drei Monate lang lag die Güterschifffahrt total am Boden

Pressekontakt für Rückfragen:
BUND: Iris Brunar, BUND AG Elbe; Mobil: 0178 – 163 7978; E-Mail: iris.brunar@bund.net

NABU: Yves Bloege, NABU BAG-Elbe; E-Mail: yvesbloege@gmx.de;

WWF Deutschland: Georg Rast, Referent Wasserwirtschaft; Mobil: 0151 1885 4959; E-Mail: Georg.Rast@wwf.de

Bürgerinitiative Pro Elbe: Jutta Röseler: Mobil: 0175 129 0030; E-Mail: elbe-saale@t-online.de

Ein Fallbeispiel, wie Steuergelder in Millionenhöhe in einem Elbehafen versenkt wurden. – In ähnlicher Weise läuft es auch in anderen Elbehäfen – bis heute!

Ein Fallbeispiel, wie Steuergelder in Millionenhöhe in einem Elbehafen versenkt wurden. – In ähnlicher Weise läuft es auch in anderen Elbehäfen – bis heute!

rbb-online | 29.10.2016

Ein Fallbeispiel, wie Steuergelder in Millionenhöhe in einem Elbehafen versenkt wurden.
In ähnlicher Weise läuft es auch in anderen Elbehäfen – bis heute!

http://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/archiv/20161029_1930/flaute-hafen-wittenberge.html

Landesrechnungshof: Hohe Verluste der Elbehäfen

Landesrechnungshof: Hohe Verluste der Elbehäfen

Der Landesrechnungshof Sachsen konstatiert hohe Verluste der öffentlichen Elbe-Häfen. Dies berichten die Dresdner Neueste Nachrichten vom 18.10.2016. Laut Rechnungshof erzielten die Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe (Dresden, Riesa, Torgau , Dessau-Roßlau – mit 49% beteiligt – sowie zwei tschechische Häfen) jährlich Verluste.

„Zwischen 2005 und 2013 hat der Freistaat das Unternehmen mit 25,5 Millionen Euro unterstützt und 20,1 Millionen Euro Kreditsicherheiten gewährt. Eine nachhaltige Verbesserung kann der Rechnungshof auch für die Zukunft nicht erkennen.“

Wie der Rechnungshof weiter feststellt, liegt der Anteil der Schiffstransporte nur noch bei sieben Prozent. Die meisten Transporte erfolgen über LKW. Der Rechnungshof empfiehlt den Verkauf der Häfen. Die Bemühungen, die Schiffbarkeit der Elbe zu verbessern, hält der Rechnungshof nicht für sinnvoll.

siehe: http://www.rechnungshof.sachsen.de/JB2016-Band_I.PDF

Berufsschifffahrt ist auf der Elbe eingestellt, Schlauchboot geht noch…

Berufsschifffahrt ist auf der Elbe eingestellt, Schlauchboot geht noch…

Quelle: dpa | 31.08.2016

Niedrigwasser auf der Elbe bremst die Schiffahrt aus.

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Elbeaue: Braun und trocken, statt grün und saftig

Elbeaue: Braun und trocken, statt grün und saftig

Quelle: Volksstimme Zerbst vom 2.8. 2016 | Fotos: Arlette Krickau

Braun und trocken, statt grün und saftig

Die Elbauen bei Steckby sind trocken und kein Storch nistet in Steckby – ist der Elbausbau Schuld?


Volksstimme Zerbst vom 2.8. 2016

Alles hängt miteinander zusammen. Laut Umweltaktivist Paul Dörfler auch der lange vorangetriebene Elbausbau mit den trockenen Elbauen in Steckby und dem Ausbleiben des Storches an der Storchenmühle in Steckby…

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BUND: 16.400 Arbeitsplätze durch Elbschifffahrt ist realitätsfern und unseriös

BUND: 16.400 Arbeitsplätze durch Elbschifffahrt ist realitätsfern und unseriös

Seit drei Jahren, seit dem Hochwasser 2013, führt die Elbe fast ununterbrochen Niedrigwasser. Gütertransporte finden kaum noch statt - im Bild eine Leerfahrt eines Schubschiffes bei Barby (Elbe)
Seit drei Jahren, seit dem Hochwasser 2013, führt die Elbe fast ununterbrochen Niedrigwasser. Gütertransporte finden kaum noch statt – im Bild eine Leerfahrt eines Schubschiffes bei Barby (Elbe)

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)

Pressemitteilung vom 27. Juli 2016

BUND: 16.400 Arbeitsplätze durch Elbschifffahrt ist realitätsfern und unseriös

Hamburg/Dresden/Magdeburg: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bezeichnet die von den Ländern Hamburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg für 50.000 Euro in Auftrag gegebene und aktuell vorgelegte Elbschifffahrtsstudie („Wirtschaftliche Bedeutung der gewerblichen Elbschifffahrt“) als realitätsfern und methodisch unseriös. Gegenstand der Studie sollte die wirtschaftliche Bedeutung der Binnenschifffahrt auf der 600 Kilometer langen, frei fließenden Mittel- und Oberelbe zwischen Dresden und Lauenburg/Geesthacht sein. Um diesen Flussabschnitt geht es auch bei dem Gesamtkonzept Elbe, welches das Bundesverkehrs- und das Bundesumweltministerium gemeinsam entwickeln.

„Die Studie täuscht eine wirtschaftliche Bedeutung der Schifffahrt auf der Mittel- und Oberelbe vor, die es so nicht gibt. Das Untersuchungsgebiet wurde auf die Räume Hamburg, Lübeck, Berlin/Brandenburg und Haldensleben ausgedehnt, die über ganzjährig nutzbare Kanalanschlüsse verfügen und nicht auf die Schiffbarkeit der freifließenden Elbe angewiesen sind“, erklärt Iris Brunar vom BUND Elbeprojekt. „Tatsächlich sind zwischen 2014 und 2015 nur rund 0,4 Millionen Tonnen Güter auf der Elbe transportiert worden.“ Auch der Hafenstandort Magdeburg wickle seine Transporte größtenteils nicht über die Elbe, sondern über den Mittellandkanal und den Elbe-Havel-Kanal ab.

„Durch den weitgefassten Untersuchungsrahmen der Studie ergibt sich eine völlig überzogene und realitätsferne Kalkulation von Arbeitsplätzen. Es ist unseriös, auf dieser Basis Rückschlüsse auf die Beschäftigungswirkung der gewerblichen Schifffahrt auf der Mittel- und Oberelbe zu ziehen,“ kritisierte Brunar.

Deutliche Kritik übt auch der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Hans-Ulrich Zabel von der Universität Halle-Wittenberg: „Es ist höchst unzutreffend und verantwortungslos, den Eindruck zu erwecken, dass durch einen Elbeausbau über 16.000 Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert werden könnten. Die Kosten und Schäden eines Elbeausbaus gingen in die Milliarden. Ein Nutzen ist dagegen kaum erzielbar, denn die logistische Forderung an ein modernes Transportmedium – stabiler, plan- und vertraglich abzusichernder, ununterbrochener ganzjähriger Zugriff – ist nicht realisierbar.“

Auch nach Ansicht des BUND stellen nicht die fehlende Baumaßnahmen das Hauptproblem an der Elbe dar, sondern vor allem die fehlenden Wassermengen als Folge unvorhersehbarer Niedrigwasserperioden. „Allein im Jahr 2015 war die Güterschifffahrt auf der Elbe wegen Niedrigwasserständen über sechs Monate hinweg komplett eingestellt, 2016 ist das dritte extreme Niedrigwasserjahr in Folge. Baumaßnahmen können an dem Wassermangel nichts ändern“, sagte Brunar. Die in der Studie vorgetragene Forderung mancher Unternehmen nach einer ganzjährigen Schiffbarkeit der Elbe mit einer Mindestfahrtiefe von 1,60 Metern an 345 Tagen pro Jahr wäre nur mit einem kompletten Ausbau der Elbe erreichbar.

„Die Elbe ist viel bedeutsamer als Natur- und Erholungsgebiet denn als Wasserstraße. Allein der Elberadweg sorgte 2015 für Umsätze von rund 127 Millionen Euro. Für den Flusstourismus ist eine intakte Natur und Landschaft ausschlaggebend, die aber durch eine weitere Vertiefung der Elbe auf die in der Studie geforderten 1,60 Meter an 345 Tagen stark gefährdet ist. Die Austrocknung der Elb-Auen, die wir aktuell beobachten, ist hierfür ein bitterer Vorgeschmack. Die verkehrliche Nutzung des Flusses und das Erholungsgebiet Elbe lassen sich nur vereinbaren, wenn keine Schäden an Natur und Landschaft entstehen“, sagt Brunar.

Weitere Informationen:

Link zur Studie: http://www.gesamtkonzept-elbe.bund.de/Webs/GkElbe/DE/Informationen/Studien/Studien_node.html;jsessionid=0EF5CFE26787382AAB170493F8D64CE2.live21301

Rückfragen:
Iris Brunar, BUND Elbeprojekt, mobil: 0178 – 163 7978, E-Mail: iris.brunar@bund.net, www.bund.net

„Flussgeschichte(n) an Elbe und Saale“ im 24. Elbe-Saale-Camp

„Flussgeschichte(n) an Elbe und Saale“ im 24. Elbe-Saale-Camp

„Flussgeschichte(n) an Elbe und Saale“ im 24. Elbe-Saale-Camp

Die letzten Vorbereitungen zum diesjährigen Elbe-Saale-Camp laufen, bereits zum 24. Mal werden die Flussschützer des Elbe-Saale-Aktionsbündnisses vom 23. bis zum 31. Juli ihre Zelte auf der Elbwiese unweit der Barbyer Elbfähre aufschlagen.

In diesem Jahr werden wir mit dem Rad, per Boot und zu Fuss den Spuren der Vergangenheit folgen, um mehr über das Wirken der Naturgewalten bei der Entstehung der ursprünglichen Naturlandschaft im Elbe-Saale-Winkel und über das Wirken der Menschen bei deren Umgestaltung zur heutigen Kulturlandschaft zu erfahren.

Das Camp beginnt  am Sonntag, dem 24. Juli ab 14 Uhr traditionell mit einen Auen-Spaziergang, den Dr. Ernst-Paul-Dörfler und die Libellenexpertin Mandy Borkowski begleiten. Danach wird das Camp offiziell eröffnet.

Ab 16Uhr spielen „Hinundher“ aus Barby „Blues von Mixed Pickles bis Gundermann“.

Im Laufe der Woche sind Rad-Exkursionen zum Steinzeit- und dem Slawendorf  nach Randau und Pechau, zur Wespener Schrotholzkirche, zu den Gnadauer Anstalten, zur Kreisgrabenanlage in Zackmünde, zum Lichtmeß-Museum und dem Ziegenhof nach Glinde, zu den Eisbergen bei Klein Rosenburg, zur Baustelle der Deichrückverlegung nach Breitenhagen und zum Kreismuseum nach Schönebeck geplant.

Auf einer Bootstour auf der Elbe von Aken nach Barby wird die einzigartige Flusslandschaft im Biosphärenreservat Mittelelbe erlebbar.

Nachmittags wird Interessantes von Dr. Jörn Weinert über Hexenprozesse an der Barbyer Fähre, von Prof. Klaus Bochmann über das Zusammentreffen der Römer mit den Elbgermanen und von Dr. Manfred Schütze über eine Zeitreise mit Kirchenliedern entlang der Elbe vorgetragen.

Im Camp-Kino wird der DDR-Kult-Film „Solo Sunny“ gezeigt.

Politisch wird es bei einer gemeinsamen Fahrraddemo mit der Initiative „Radweg von Pömmelte nach Barby“ und bei der Informationsveranstaltung zum Runden Tisch „Gesamtkonzept Elbe“.

Das Abschlussfest am Fluss beginnt am Samstag, dem 30. Juli um 14 Uhr mit einer Elbandacht, die Pfr. Ronald Höpner aus Köthen halten wird.

Danach klingt das Camp mit einer Kaffeetafel, Naturbasteln für kleine und große Menschen mit Alexa Sabarth und kabarettistischen Einlagen von Lars Johansen aus.

Zum Wiesentanz spielt ab 16 Uhr die Irish Folk-Band „Glinde7“ auf.

Zu allen Veranstaltungen sind Gäste herzlich willkommen, für die Bootstour und das Auepicknick ist eine Anmeldung erforderlich.

Mehr Informationen zum Programm, Anfangszeiten und eventuelle Änderungen kann man unter unter www.elbe-saale-camp.de nachlesen oder unter Tel.-Nr. 015758168939 erhalten.

Einladung+Programm-24Elsa-20160710

Jutta Röseler
Sprecherin des Elbe-Saale-Aktionsbündnisses
Dorfstraße 42
39249 Barby OT Glinde/Elbe
E: elbe-saale@t-online.de T: 03929828477 H: 015756949003

+++24.Elbe-Saale-Camp vom 23. bis 31.Juli 2016 auf der Elbwiese am Schiffsanleger An der Fährstraße Barby +++

Pressemitteilung: Naturnahe Flusslandschaft als Standortfaktor

Pressemitteilung: Naturnahe Flusslandschaft als Standortfaktor

Pressemitteilung

15. Juli 2016

Dessau / Zerbst / Schönebeck

Elbe auf dem Weg zum Vorzeige-Fluss:

Naturnahe Flusslandschaft als Standortfaktor

Seit 25 Jahren wird um den Umgang mit der Elbe und ihren Auen gerungen. Bei der Dialog im Boot-Fahrt von Steutz/Aken über Steckby bis Breitenhagen/Tochheim weiten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus den Kunst, Wissenschaft und Politik den Blick auf die Elbe als Fluss. Da die Güterschifffahrt immer mehr abnimmt, eröffnen sich zunehmend Möglichkeiten für touristische Nutzungen des Flusses, die der Region direkt zugute kommen könnten.

„Die naturnahe Flusslandschaft der Elbe ist in Deutschland einzigartig. Schon jetzt ist der Elberadweg der beliebteste touristische Radweg Deutschlands, und es gibt noch viel Potenzial für weitere naturbezogene Angebote entlang des Wegs, wie etwa Kanutouren.“, erklärt Martin Pusch vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB). „Allerdings muss der Fluss dringend saniert werden, um die ständige Sohlerosion zu stoppen und die Auen-Landschaft auch für die Zukunft zu erhalten. Dazu müssen vor allem die Buhnen zurückbaut werden.“ Seine Kollegin Simone Beichler ergänzt: „Gerade Stadtbewohner suchen immer stärker Erholung in natürlichen Lebensräumen. Diese Nachfrage wird oft stark unterschätzt.“

Wolfgang Aldag, Umweltpolitischer Sprecher der Grünen im Sachsen-Anhaltischen Landtag ist bei dieser Fahrt auf der Elbe mehr und mehr deutlich geworden, wie wichtig es ist, die Natur an den Ufern und den Fluss zu schützen. Es gilt zu erkennen, dass der naturnahe Tourismus ein enormer Wirtschaftsfaktor sein kann, der Ökologie und Ökonomie in einem Gleichgewicht hält und nicht gegeneinander ausspielt.

Während der Gütertransport per Elbeschiff seit Jahrzehnten stetig zurückging und mit weniger als 0,4 Mio. Tonnen im Jahr 2015 ein historisches Tief erreicht hat, wurde die naturnahe Flusslandschaft zu einer touristischen Attraktion. Wie der Tourismusverband Elbe-Börde-Heide dieses Frühjahr bekannt gab, schaffen allein die ca. 290 000 Fernradler, die in erster Linie von Landschaft und Natur begeistert sind, einen Umsatz in dreistelliger Millionenhöhe.

Ein Güterschiff wurde bei Fahrtiefen unter einem Meter nicht gesichtet. Die über zwei Jahrzehnte getätigten Baumaßnahmen zur Herstellung einer ganzjährig befahrbaren Wasserstraße haben ihr Ziel – die Verlagerung des Verkehrs auf die Elbe – verfehlt. Im Gegenteil, je mehr gebaut wurde, desto weniger wird transportiert. Die Prioritäten im Umgang mit der Elbe müssen sich verschieben, um den einzigartigen Schatz – die Flusslandschaft Elbe – zu bewahren.

Teilgenommen haben: Steffi Lemke, Bundestagsabgeordnete für Bündnis 90/Grünen, der Fotokünstler Stephan Horch vom Clean River Project, Wolfgang Aldag, Landtagsabgeordneter für Bündnis 90/Grünen, Dr. Martin Pusch, Dr. Gabriela Costea und Simone Beichler vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) sowie Sebastian Striegel, Landtagsabgeordneter und Parlamentarischer Geschäftsführer für Bündnis 90/Grünen.

Rückfragen:

Iris Brunar, BUND-Elbeprojekt, Tel.: 0340-850 7978 oder 0178-1630204

Mail: i.brunar@gmx.de, www.bund.net

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