Umweltschutzorganisationen sehen im Ausbau der Elbe keine Option!

Umweltschutzorganisationen sehen im Ausbau der Elbe keine Option!

BUND – NABU – WWF – Bürgerinitive Pro Elbe

Gemeinsame Pressemitteilung
Berlin / Prignitz, 1. Dezember 2016

Elbeausbau
Umweltschutzorganisationen sehen im Ausbau der Elbe keine Option!

Im der Tageszeitung „Prignitzer“ vom 30. November 2016 kündigt Bundestagsabgeordnete und Sprecherin der SPD Elbe-Gruppe Dagmar Ziegler eine Entscheidung über den Elbausbau an. Zudem  wird behauptet, dass die Umweltorganisationen inzwischen Vorteile eines Ausbaus erkennen würden.

„Keine der Umweltorganisationen, die in beratender Funktion an den Gesprächen zum Gesamtkonzept Elbe teilnehmen, hat sich für einen Ausbau im Sinne einer Vertiefung der Elbe ausgesprochen. Dies haben wir in einem Gespräch mit Frau Ziegler und anderen Bundestagsabgeordneten der SPD sowie CDU sehr deutlich gemacht“, klären die Umweltorganisationen BUND, NABU, WWF und die Bürgerinitiative Pro Elbe auf.

Die Priorität sehen die Umweltorganisationen darin, dass die schädliche Eintiefung der Flusssohle gestoppt und rückgängig gemacht werden muss. Nur so kann die zunehmende Austrocknung der Elbauen aufgehalten werden. Selbstverständlich müssen ebenso die gesetzlichen Vorgaben an der Elbe umgesetzt werden. Dazu gehört insbesondere die Aufwertung der Lebensraum-Strukturen im Flussbett und an den Flussufern, um den ökologischen Zustand gemäß Wasserrahmenrichtlinie zu erhalten und zu verbessern.

„Über die laufenden Gespräche zum Gesamtkonzept Elbe wurde Stillschweigen vereinbart und wir gehen davon aus, dass sich alle Teilnehmenden daran halten. Da Frau Ziegler nicht an diesen Runden beteiligt ist, kann sie den Stand der Verhandlungen nicht kennen“, stellen die Umweltorganisationen mit Verwunderung fest. „Wir versuchen seit Jahren ernsthaft im Dialog mit Behörden und Verbänden einen Lösungsweg für die Elbe zu finden – unabhängig von politischen Konstellationen. Wir fordern die Politik auf, keine Entscheidungen vorweg zu nehmen! Zu diesem Zeitpunkt mit irreführenden Verlautbarungen Druck auszuüben ist kontraproduktiv.“

Ebbe in der Elbe auch 2016 - Drei Monate lang lag die Güterschifffahrt total am Boden
Ebbe in der Elbe auch 2016 – Drei Monate lang lag die Güterschifffahrt total am Boden

Pressekontakt für Rückfragen:
BUND: Iris Brunar, BUND AG Elbe; Mobil: 0178 – 163 7978; E-Mail: iris.brunar@bund.net

NABU: Yves Bloege, NABU BAG-Elbe; E-Mail: yvesbloege@gmx.de;

WWF Deutschland: Georg Rast, Referent Wasserwirtschaft; Mobil: 0151 1885 4959; E-Mail: Georg.Rast@wwf.de

Bürgerinitiative Pro Elbe: Jutta Röseler: Mobil: 0175 129 0030; E-Mail: elbe-saale@t-online.de


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