Vernünftiger Vorschlag der tschechischen Reeder: Keine Staustufenbau

Vernünftiger Vorschlag der tschechischen Reeder: Keine Staustufenbau

2.8.2011 | BUND-Pressemitteilung

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt den Vorschlag des Generaldirektors der größten tschechischen Reederei CSPL, Milan Raba, den Güterverkehr auf dem Wasserweg Elbe zu beenden (Siehe Sächsische Zeitung von
heute)
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„Der Vorschlag, die tschechische Flotte künftig auf den ausgebauten westeuropäischen Wasserstraßen einzusetzen und die Staustufenpläne an der tschechischen Elbe zu beenden, ist aus wirtschaftlicher wie ökologischer Sicht sehr vernünftig und entspricht einer win-win-Situation“, kommentiert Iris Brunar, Elbe-Koordinatorin des BUND. Auch wenn dieser Schritt durch eine Beihilfe an die Reeder gefördert würde, könnten 600 Millionen Euro  eingespart werden.

„Der Vorstoß der tschechischen Reeder ist klug, denn die Binnenschiffer wissen sehr genau, dass der Bau der Staustufe Decin für sie kaum einen Nutzen hätte. Durch das Bauprojekt auf tschechischer Seite würden die Niedrigwasserprobleme auf deutscher Seite nicht behoben werden. Hamburg bliebe weiterhin von Tschechien aus auf dem Wasserweg nicht zuverlässig erreichbar,“ so Iris Brunar. Selbst die offiziellen Planungen gingen nicht von einer nennenswerten Steigerung der Elbegüterschifffahrt aus.

Der BUND nennt vier Gründe, warum es auf deutscher Seite keinen Staustufenbau in der Elbe geben werde: Die angespannte Haushaltslage, die zu erwartenden massiven Verschlechterungen der ökologischen Bedingungen, eine wachsende Hochwassergefährdung sowie die fehlende Akzeptanz einer Flusskanalisierung durch die Bevölkerung würden ein derartiges Vorhaben zum Scheitern verurteilen.
Für die Elbe gebe es nun völlig neue Perspektiven, so der BUND.

Rückfragen: Iris Brunar, BUND-Elbeprojekt, Koordination Elbe Tel.: +49 – (0)340 – 850 7978, Mobil: +49 – (0) 178 – 163 0204


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