Weitere Verschärfung der Tiefen-Erosion ausgeschlossen

Weitere Verschärfung der Tiefen-Erosion ausgeschlossen

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) – BUND Elbeprojekt

28. März 2017  |  Presseinformation zur Regionalkonferenz

Gesamtkonzept Elbe:

Weitere Verschärfung der Tiefen-Erosion ausgeschlossen

Maßnahmen zur Schiffbarmachung der Elbe müssen auf den Prüfstand

Magdeburg: Baumaßnahmen, die zu einer weiteren Verschärfung der Sohlerosion der Mittel- und Oberelbe führen, sind künftig nicht mehr möglich. Dies wurde auf der Magdeburger Regionalkonferenz zum Gesamtkonzept Elbe auch seitens des zuständigen Bundesverkehrsministeriums bestätigt. Hauptaufgabe müsse sein, die rapide Sohlerosion umzukehren. Der BUND erwartet konkrete Vorhaben, um die ökologischen Ziele an der Elbe zu erreichen.

„Es ist zu befürchten, dass Maßnahmen, die zu einer Verbesserung der Schiffbarkeit führen, die Erosion der Elbe weiter verschärfen. Diese Maßnahmen müssen daher alle auf den Prüfstand“, schlussfolgert Iris Brunar vom Elbeprojekt des BUND. „Dem Stopp und der Umkehr der Erosion der Fluss-Sohle kommt eine besondere Bedeutung zu, um der weiteren Austrocknung der Auen und Parklandschaften entlang der Elbe entgegenzuwirken. Das Wasser muss wieder früher in die Aue ausufern können. Hier sind innovative Ansätze gefragt, denn bislang ist der Konflikt zwischen den ökologischen Erfordernissen einerseits und den Anforderungen an die Elbe als Wasserstraße andererseits noch nicht aufgelöst.“

Wie schon im Eckpunktepapier, der Grundlage des Gesamtkonzepts, skizziert, ist ein übergreifender Ansatz notwendig, der die bisherige abschnittsweise und von den Bund- und Länderzuständigkeiten geprägte Denk- und Herangehensweise ersetzt.

„Alle Baumaßnahmen zur möglichen Verbesserung der Schiffbarkeit müssen sogar zu einer ökologischen Verbesserung führen und dies muss nachgewiesen werden. Die Vorhaben müssen vorher mit der Öffentlichkeit abgestimmt und Planungen transparent gemacht werden“, so Brunar. „Diese Bedingungen zu erfüllen ist eine große aber sinnvolle Hürde.“

Rückfragen:
Iris Brunar, BUND Elbeprojekt
Kirschweg 15, 06846 Dessau-Roßlau
Tel.: +49 – (0)340 – 850 7978, Mobil: +49 – (0) 178 – 163 0204


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