Elbe-Tourismus stellt Güterschifffahrt wirtschaftlich in den Schatten

Elbe-Tourismus stellt Güterschifffahrt wirtschaftlich in den Schatten

Pressemitteilung | 19.04.2016

Elbe-Tourismus stellt Güterschifffahrt wirtschaftlich in den Schatten – Umsatzvolumen um Größenordnungen höher!

Die Fernrad-Touristen auf dem Elberadweg haben 2015 allein in Sachsen-Anhalt (300 Elbkilometer) für ein Umsatzvolumen von 127,5 Millionen Euro gesorgt. Diese Zahl hat der Magdeburger Tourismusverband Elbe-Börde-Heide genannt (Mitteldeutsche Zeitung, 9.3. 2016, „Elberadweg bringt Millionen“). Die durchschnittlichen Ausgaben der Fernradler betrugen pro Tag und Person 73 Euro. Insgesamt 210 Beherbergungsbetriebe und elf Gaststätten in Sachsen-Anhalt besaßen 2015 das Qualitätssiegel „Radfreundlich am Elberadweg“.
Das meiste Lob der Radler entlang des Elberadweges gab es für die ursprüngliche Natur, die schöne Landschaft und die gut ausgebauten Radwege. Die Wiederkehrbereitschaft liegt mit 83 Prozent auf dauerhaft hohem Niveau. Mehr als 91 Prozent der Befragten wollen den Elberadweg im Bekanntenkreis weiter empfehlen.

Für eine wirtschaftliche Gesamtbetrachtung des Elberadweges entlang der Mittel- und Oberelbe kämen noch die Einnahmen in den Bundesländern Sachsen, Brandenburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern hinzu. Dieser Wert dürfte über 250 Mio. Euro pro Jahr liegen.
Zum Vergleich: Der Umsatz der sechs Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO) betrug im Jahre 2015 ganze 18 Millionen Euro (SZ online 03.02.2016). Neben diesen sechs Häfen der SBO kämen entlang der Mittel- und Oberelbe nur noch die Häfen Aken (Umsatz 3-4 Mio.€/a und Wittenberge (Umsatz 2 Mio. €/a) hinzu. Der Hafen Magdeburg wird ganz überwiegend über den Mittellandkanal und nicht über die Elbe angefahren.

In einer vergleichenden Betrachtung kommt man zu dem Ergebnis, dass das wirtschaftliche Gewicht des Elbetourismus das der Elbehäfen um rund das Zehnfache übertrifft. Berücksichtigt man weiterhin, dass nur 10% der Güter in den Elbehäfen über das Schiff, aber 90% über Schiene und Straße bewegt werden (Daten der Sächsischen Binnenhäfen), kommt man zu dem Schluss, dass – wirtschaftlich gesehen – die Elbe als Wasserstraße von der Elbe als Tourismusziel um den Faktor 100 übertroffen wird. Um so wichtiger ist es, die Elbe als Natur- und Kulturlandschaft zu bewahren und weiter zu entwickeln – schon aus rein wirtschaftlichen Gründen!

Rückfragen unter: 0178 1617800
Beitragsfoto: Ernst Paul Dörfler
www.elbeinsel.de


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