Bürgerinitiative Pro Elbe beim Ministerpräsidenten Reiner Haseloff: Es gibt Alternativen zum Elbe-Saale-Kanal

Bürgerinitiative Pro Elbe beim Ministerpräsidenten Reiner Haseloff: Es gibt Alternativen zum Elbe-Saale-Kanal

Bürgerinitiative PRO Elbe Magdeburg, 25.8.11

Die Bürgerinitiative PRO Elbe, die demnächst ihr 10-jähriges Bestehen feiert, gelangte in einem Gespräch mit Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts, Reiner Haseloff in der Staatskanzlei Magdeburg zu dem Konsens, dass der geplante und umstrittene Elbe-Saale-Kanal nicht alternativlos ist.

Sein Herz hinge nicht an dem Kanal, so Haseloff. Wenn sich das Projekt als unwirtschaftlich erweist, könnten für die Summe von 100-150 Mio. Euro auch andere wichtige Infrastrukturprojekte in Angriff genommen werden, so zum Beispiel Ortsumgehungen oder Bahninvestitionen. Es gebe ausreichend andere sinnvolle Verwendungsmöglichkeiten. Allerdings müsste das Geld im Lande Sachsen-Anhalt bleiben und nicht verloren gehen, wenn auf den Kanalbau verzichtet werde.

Dr. Angela Stephan, Sprecherin von PRO ELBE, begrüßt diesen Lösungsweg:
„Statt einen Kanalbau weiter zu verfolgen, dessen Nutzen in den Sternen steht, mache es viel mehr Sinn, in Projekte zu investieren, die dem Gemeinwohl dienen. Die Prognosen zur Verlagerung des Güterverkehrs auf das Schiff sind in den letzten 20 Jahren nicht ansatzweise erreicht worden. Die Praxis hat den Beweis erbracht: Die Elbe mit ihren nicht vorhersagbaren und stark schwankenden Wasserständen eignet sich nicht für einen planmäßigen Transport von Massengütern.“

Dr. Gregor Zündorf von PRO ELBE machte deutlich, dass die Bahn als Alternative schon jetzt zur Verfügung stehe: „Unabhängig von Hoch- und Niedrigwasser können auf der Schiene die Transporte zuverlässig abgewickelt werden. Verschiedene Studien kommen zu dem Ergebnis, dass auch für wachsende Transportmengen auf dem Schienennetz des Elbekorridors ausreichend freie Kapazitäten vorhanden sind.“

Abschließend wurde vereinbart, dass die Bürgerinitiativen mit dem Ministerpräsidenten im
Gespräch bleiben, denn nicht alle angeschnittenen Themen konnten bei dem
einstündigen Treffen ausführlich diskutiert werden, z.B. die Auswirkungen
auf den Wasserhaushalt der von hohen GW-Ständen geplagten Elbe-Saale Region
durch den eventuellen Bau des Elbe-Saale-Kanals.


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